Wenn auch nur in einem Traum

 Ich sehe einen Mann, verharrend auf einer Berg Hochebene.

Unbewusst des meinigem Daseins, steht er dort.

Ein leichter sonnen erwärmter Wind,

streichelt behutsam sein Gesicht.

Langsam lässt er seinen Blick gleiten,

über die sich vor ihm ausdehnende unbekannte Welt.

Gierig nimmt er jedes einzelne Detail in sich auf,

saugt jedes Bild, jede Farbe und jedes Gefühl auf,

wie ein vertrocknetes Flussbett den fallenden Regen.

Langsam verlängert sich sein Schatten,

 bis er sich unten im goldgelb getauchtem Tal vor einem majestätischen Sonnenuntergang im Fluß spiegeln sieht.

Der Mann, der dort so wollüstig steht, weis jedoch,

das dieser wunderschöne Anblick nichts gutes mit sich bringt.

Denn der Tag ist am Ende.

Es wird Nacht.

Tief seufzend, atmet er noch einmal die reine Nachtluft,

genießt den klaren Gesang einer ungezähmten Natur,

und ergötzt sich zu aller letzt an der Wunderschönen Welt die er jetzt verlässt.

Mit schlagendem Herzen sehe ich nun,

wie Mann, Berg, Tal und Fluss,

zu einem großen schwarzen Nichts in der Nacht zusammen verschmelzen.

Betrübt öffnen sich meine Augen jetzt zu einer realen Welt.

Gefesselt an einem Stuhl durch meinen gelähmten, zerstörten Körper,

denke ich weinend, an den Mann in meinem Traum zurück,

und hoffe das schon bald eine Nacht kommen wird,

in der ich und der mir unbekannte Mann

uns wiedersehen um eine mir verborgenen Welt zu erforschen.

Wenn auch nur in einem Traum.

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